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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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vor zehn Jahren: mit allem diesen gährcnden Lebensbalsam,in dem das lebendige Feuerrad seines Herzens sprühend um-lief, lag er da und lachte zu seinem blitzenden Porträt imgespiegelten Betthimmel hinaus, aber er vermocht' es nichtlange, er mußte sich bewegen. Einem minder Glücklichenwar' es hinreichend gewesen, den Flächeninhalt des Bettes wie manche Pilger mit der Länge ihrer Wallfahrtthaten nicht sowol durch Schritte als durch Körperlängewie durch Erddiameter herauözumesscn. Aber Firlein mußte,mir nichts dir nichts, aus dem Bette setzen gleichsam mitteninS warme fluthende Leben hinein er hatte nun seineliebe gute Erde wieder beim Flügel und das Konrektoratdarauf und obendrein eine Braut. Noch dazu bekannte ihmunten die Mutter, daß er heute Nacht wirklich dem FreundHein unter der Sichel durchgeschlüpfet sei wie biegsamesGras, und daß sie es ihm nur gestern aus Furcht vor sei-ner Furcht nicht habe sagen wollen. Noch setzt überlief'Sihn kalt zumal da er heute nüchtern war wenn er zudem nun vier Stunden abgelegenen hohen tarpesischen Fel-sen hinaus sah, auf dessen Zinne er gestern mit dem Todebeisammen gestanden war.

Das einzige, was ihn ärgerte, war, daß es Montagwar und er zurück ins Gymnasium mußte. Eine solcheUcberfracht von Freuden hatt' er nie auf seiner Straße zurStadt. Jetzt nach vier Uhr tritt er aus dem Hause vollKaffee (den er in Hukelum nur der Mutter wegen trank,die diesen weiblichen Wein noch zwei Tage darauf über dieHefen des Bodensatzes abzog) in den kühlenden dämmern-den Maimorgen hinein (denn die Freude braucht Kühle, derKummer Sonne) seine Verlobte kömmt ihm (zwar nicht