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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
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Liegen im Wasser schließen und darin ihre Töne wieder fin-den. Vor einer solchen magischen Gestalt, vor einer sol-chen verklärten Liede zerschmolz ihr mitleidender Freund zwi-schen den Flammen der Freuden und Schmerzen und ver-sank, mit erstickten Lauten und von Liede und Wonne nie-dergezogen, auf das gute dlasse himmlische Angesicht, dessenLippen er dlöde drückte, ohne sie zu küssen, diö die allmäch-tige Liede alle ihre Gürtel um sie wand und beide engerund enger zusammenzog, und dis die zwei Seelen, in vier

Arme verstrickt, wie Thränen in einander rannen.-O

da es jetzt zwölf Uhr wie zum Sterben schlug, so mußte jader Glückliche denken, ihre Lippen sögen seine Seele weg,und alle Fibern und alle Nerven seines Lebens krümmtensich zuckend und fest um daö letzte Herz der Erde, um seineletzte Wonne. .... Ja, Glücklicher, du drücktest deine Liebeaus, denn du dachtest an deiner Liebe zu vergehen. ....

Er verging aber nicht. Nach zwölf Uhr schwamm einlebendiger Morgenwind durch die erschütterten Blüten, undder ganze Frühling athmete voll. Der Selige, der sogareinem Freudenmeere Dämme setzte, erinnerte die Verblutete,die nun seine Braut war, an die Gefahr der Nachtkälte, undsich an die Gefahr der längern Nachtkälte des Todes, dienun auf lange Jahre übcrstanden war. Unschuldig undselig traten sic aus der mit weißen Akazienblüten und Mond-flittern durchbrochncn Verlobung-Dämmerung? Und drau-ßen war ihnen, als wäre eine ganze weite Vergangenheit wiedurch einen Erdfall vor ihnen eingesunken: alles war neu,licht und jung. Der Himmel stand voll blinkender Thau-tropfen des ewigen Morgens, und die Sterne zitterten freu-dig auseinander und sanken in Stralen aufgelöset in das