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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
145
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klommenes Herz weichen die Getränke der Freude nur zuThräne» auf.

Wer mir nicht beipflichtet, den Litt' ich fetzt nur denKonrektor anzusehen, der meinen Erfahrungsatz wie einSyllogismus beweiset. Man könnte auf philosophischeAussichten kommen, wenn man den Ursachen nachginge,warum gerade Getränke d. h. am Ende reichlichere Se-krezion des NerveugeisteS den Menschen zugleich fromm,weich und dichterisch machen. Der Dichter ist wie sein Mu-senvater ein ewiger Jüngling und ist das, was andereMenschen nur Einmal sind nämlich verliebt odernur nach dem Pontak nämlich berauscht den ganzenTag, das ganze Leben hindurch. Fixlein, der kein Dichteram Morgen war, wurde jetzt in der Nacht einer: Weinmachte ihn fromm und weich: die Harmonikaglocken imMenschen, die der Höhen: Welt nachtönen, müssen wie diegläsernen, um hier zu gehen, naß erhalten werden.

Jetzt stand er mit ihr wieder vor dem wogenden Teiche,in dem die zweite blaue Halbkugel des Himmels mit wan-kenden Sternen und flatternden Bäumen zitterte; überdie grünen Hügel liefen die weißen gekrümmten Straßendunkel hinaus; auf dem einen Berg sank die Abendröthezusammen, auf dem andern richtete sich der Nebel der Nachtauf und über alle diese ringenden Dünste des Lebenshing unbeweglich und flammend der tausendarmige Kron-leuchter des Sternenhimmels herab, und^ jeder Arm hielteine brennende Milchstraße . . .

Jetzt schlug es 11 Uhr. . . Bei solchen Szenen strecktsich im Menschen eine unbekannte Hand ans und schreibetmit fremder Sprache an sein Herz jenes fürchterliche Mene

Jean Maul's ausgew. Werle. VII. 10