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umarmte allem, ohne umarmt zu werden. Gegen vier Uhrzuckte der Finger wieder — sie sank wieder auf den starrenMund —aber cS war kein Zeichen gewesen: denn der Mundihrer Freundin war unter dem langen Kusse starr und kaltgeworden. ...
Wie tief ging setzt nicht vor dem unendlichen Ewigkeit-Antlitz der Nacht die Schneide des Gedankens in Firleinswarme Seele: „O du Arme neben mir! Keinen Glückzufall,kein Abcndroth hast du, wie setzt am Himmel nachglimmt,etwan zu einer Aussicht auf einen Sonnentag — ohne El-tern bist du, ohne Brüder, ohne Freunde: nur so alleinauf einem ausblühcnden auögeleertcn Platze der Erde, unddu zurückgelafsene Herbstblume schwankest einsam und erfro-ren über den Grummetstoppeln der Vergangenheit" — Daswar der Sinn seiner Gedanken, deren innere Worte waren:„DaS arme Fräulein! nicht einmal einen Lehnsvetter hat sie,eö nimmt sie keiner von Adel, und sie altert so vergessenund sie ist doch so herzensgut — mich hat sie glücklich ge-macht — ach hätt' ich die Vokazion zur Hukelumischen Pfar-rei in der Tasche, ich machte einen Versuch" .... Ihrbeiderseitiges Leben, das ein enges schneidendes Bindwerkdes Schicksals so nahe in einander knüpfte, trat jetzt mitFlor behängen vor ihn, und er lenkte geradezu — denn einblöder Mann ist in anderthalb Stunden in den kühnstenumgesetzt und verbleibt eö nachher — seine Freundin zurletzten Flasche zurück, um damit alle aufschießende Distelnund Passionblumen der Traurigkeit zu ersäufen. Ich merkeim Vorbeigehen an, daß das dumm ist: die zerritzte Rebeist voll Wasseradern wie voll Trauben und ein sanft be-