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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
142
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Ein Talglicht stand außen zwischen den drei Boutcillcn undden drei Gläsern, wie die Vernunft zwischen den Leidenschaf-ten, deswegen schauete der Konrektor in Einem fort andie Fensterscheiben: denn auf ihnen färbte sich (die Finsternißder Stube diente zur Spiegelfolie) unter andern Gesichtern,die Firlein gern hatte, auch das liebste ab, das er nur imWiderschein anzublicken wagte, das von Thicnnette.

Jede Minute wurde ein Föderazionfest und sede Sekundewurde der Vorsabbath dazu. Der Mond schimmerte schonans dem Abendthan und der Pontak aus den Augen unddie Bohnenstangen warfen kürzeres Schattengcgitter.Die Ouccksilbcrkügelchen der Sterne hingen immer mehrzusammenfließend im Flor der Nacht. Der heiße Dunstdes Weines setzte beide wieder wie Dampfmaschinen inGang.

Nichts macht das Herz voller und kühner als Auf- undAbgehcn in der Nacht. Firlein führte setzt das Fräuleinohne Bedenken. Des zerritzten Armes wegen konnte Thien-nctte nur die Hand umklammernd in seinen legen, und er,um ihr das Festhalten durch seines halb abzunchmen, drückteihre Finger, so gut er konnte, mit seinem Arme an seineBrust. Man müßte keine Lebensart haben, um seine zumeistern. Inzwischen sind Geringfügigkeiten die Proviant-bäckerei der Liebe; die Finger sind die elektrischen Aus-ladcr eines an allen Fibern glimmenden Feuers; Seufzersind Leittöne konvcrgirender Herzen und das allerschlimmsteund stärkste dabei ist ein Unglück: denn die Flamme derLiebe schwimmt, wie die von Naphtha, gern auf Thränen-waffer. Zwei Thräncntropfen, einer im fremden, einer imeignen Auge, setzten aus zwei converen Linsengläsern ein Mi-