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mailändischc Gräfin aus dem Schauspielhause hcimgeführct— welches freilich nicht zu glauben wäre, wenn cs nicht dieBewandtniß hätte, daß er mußte, weil sie, als eine Fremdenach der Verirrung von allen ihren Leuten, in einer kothi-gen Nacht ihn als einen schwarzen Abbate beim Arm ergrif-fen und sie in ihren Gasthvs zu bringen befehligt hatte. Eraber wußte zu leben und geleitete sie bloö bis an daö Por-tal seiner Quintei und wies ihr mit dem Finger den Gast-hof, der aus einer andern Gasse mit dreißig lichten Fensternvorschanete.
Dafür kann er nichts. Aber heute war er kaum mitder Müden bis ans Ufer des Teichs, worein die abergläu-bische Furcht vor dem hexenden Mißbrauch das reine Blutihres linken Armes gegossen hatte, gekommen: als er in derAngst, sie falle mit ihrem übrigen Blute die Küste hinunter,sich des siechen Armes ganz kühn bemächtigte. So setzenviel Pontak und ein wenig Muth einen Konrektor allezeitin Stand, ein Fräulein zu fassen. Ich bctheuere, noch vordem Lagcrbaum des Weins, vor dem Fenster, verharrte erin der führenden Stellung. Welche sanfte Gruppe im Halb-schatten der Erde, da das dunkle Gewässer der Nacht immertiefer fiel, weil das Silberlicht des Mondes schon am kupfer-nen Thurmknvpf widerprallte! Ich nenne die Gruppe sanft,weil sie aus einem doppelt verbluteten Mädchen, aus einerMutter, die ihr den Dank für das Glück ihres Kindes nocheinmal mit Thränen bringt, und aus einem frommen, be-scheidnen Mensche» besteht, der beiden einschenkt und zutrinkt,und der in seinem Geäder einen brennenden Lavastrom ver-spürt, der durch sein Herz kochend zieht und der es endlichStück vor Stück zu zerschmelzen und mitzutreiben droht. —