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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
137
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Gemeinboten drei ggr. Botenlohn gegeben und ließ sichdenn er hatte ja ein ganzes Dukaten-Kabinet in der Tasche,das er den ganzen Tag im Finstern mit der Hand durch-blätterte für drei Thaler Pontak aus der Stadt abholen.Ich muß mir heute, sagt' er, eine Kantate-Lust machen;ist's mein letzter Tag, wohl! nun so ist's auch mein lustig-ster." Ich wünschte, er hätte eine größere Bestellung ge-macht; aber er hatte überall den Zaum der Mäßigkeit zwischenden Zähnen, sogar vor einer gedrohten Verir-Todesnacht undmitten im Jubel. Es ist die Frage, ob er nicht auf EineBoutcille sich eingeschränket hätte, wenn er nicht mit denzwei andern die Mutter und das Fräulein hätte frcihaltenwollen. Hätt' er in dem zehnten Säkulum gelebt, wo manden jüngsten Tag, oder in andern Säkuln, wo man Sünd-slnthen erwartete und wo man deswegen wie Matrosen imSchiffbruch alles versoff: er hätte darum nicht Einen Kreu-zer mehr verzehrt. Seine Freude war, daß er mit demLegat seinen Hauptkreditor Steinberger abfinden und als einehrlicher Mann aus der Welt gehen konnte: gerade Leute,die sich viel aus dem Gelde machen, zahlen ihre Schuldenam ehrlichsten.

Der purpurne Pontak kam au zu einer Zeit, da Fixleindie Röthelzeichnungcn und rothen Titelbuchstaben der Freude,die jener aus die Wangen seines Trinkers und seiner Trin-kcrinnen ziehen wird, mit dem Abend-Inkarnat der letztenWolken um die Sonne zusammenhalten konnte. . . .

Wahrlich, unter allen Zuschauern dieser Geschichte kannkeiner mehr an die arme Thicnnette denken als ich; aber ichkann sie doch wahrlich nicht vor der Zeit aus ihrer Anzug-stube auf meinen historischen Schauplatz jagen. Die Arme!