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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
138
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Dcr Konrektor kann nicht heißer wünschen als sein Biograph,daß am Tempel der Natur wie am Jerusalemitischen einebesondere Pforte außer dcr des Todes offen sei, durchdie bloS Bedrängte gehen, damit sie ein Priester ausrichte.Aber Thiennettenö Brustschmerzen über alle ihre versunknenAussichten, über die cingesargtc Wohlthäterin, über ein ganzesmit dem Lcichcnflor zugesponnencs Leben hatte ihr bisher ineinem Jammer, den der stcinichte Rittmeister mehr blutig alsgelinder machte, alles verwehrt. Geschäfte ausgenommen, alleSchritte gelähmt, die nicht zu einer Arbeit geschahen, undihren Augen nichts gegeben, was sie trocknen oder freuen konnte,als ein niederfallendes Augenlied voll Träume und Schlaf.

Aller Kummer erhebt über die bürgerlichen Zeremonial-gesetze und macht den Prosaisten zum Psalmisten: bloö imKummer wagen die Weiber. Thicnnette ging nur Abendsund nur im Garten aus.

Der Konrektor könnt' eS kaum abwarten, seiner Haus-freundin zu erscheinen, ihr seinen Dank und heute seinenPontak zu bringen. Drei Pontakkclche und drei Kelch-gläser waren außen auf die Fensterküstc seiner Hütte ge-stellct, und so oft er von dem dunkeln Hohlwege zwischenBlüten-Waldungen zurückkam, nippte er aus seinem Glase und die Mutter trank in die Stube hinein durch dasSchubfenster.

Ich habe schon gesagt, sein LebenS-Laboratorium lagim südwestlichen Winkel des Gartens, gegenüber dem insDorf hineinreichenden Schlvß-Eökurial. Im nordwestlichenWinkel blühte eine Akazien-Laube, gleichsam die Blumen-kronc des Gartens. Firlein trat auch dahin seine Luftfahrtan, um etwan aus der weit gegitterten Laube einen glückli-