Druckschrift 
7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
 

nähern wollen, ohne sie zu erreichen, da er mit Weib nndKind als ein ehrlicher Mann bei dieser ewigen Approrima-zion bestehen könnte.

Der abgcschickte Bediente hatte außer dem Gold-Legatnoch ein Dekret vom Gcrichthalter, worin dem Testament-erben auferleget war, von den Prägekostcn, die er zahlenmüssen, da er als Quintus und Konrektor unter der Rän-delmaschine seiner Vorgesetzten lag, Belege und Scheine bei-zubringen, worauf er sein Geld wiederbekommen sollte.

Der Konrektor, der sich gegenwärtig an die Reihe derMillionäre anschloß, hielt die kurze Goldrolle wie einenZepter in der Hand, wie eine herauögezogene Teichdockedes Meeres der Zukunst, das nun ablaufen und ihm alleBesetzfische lang gewachsen, trocken und sestliegend anbie-ten muß.

Ich kann nicht alles auf einmal erzählen, sonst hätt'ich's dem Leser, der schon lange daraus passen wird, eher ge-sagt, daß dem bemittelten Konrektor die zwei nnd dreißigPathenpfcnnige mehr als zu sehr die zwei und dreißig Jahrevermalten, an die noch dazu heute der Kantatesonntag, dieseBartholomäusnacht und dieser zweite September seiner Fa-milie, anstieß. Die Mutter, die das Alter ihres Kindes hättewissen sollen, sagte, es wär' ihr entfallen, sie woll' aberwetten, schon vor einem Jahre wär' er zwei und dreißig ge-wesen und der Gerichthalter hätte nur nicht mit sich redenlassen.Ich wollte selber schwören, sagte der Kapitalist:ich weiß, wie dumm mir vorm Jahre am Kantatcsonntagwar." Er sah überhaupt den Tod nicht wie der Dichter imausthürmenden, auseinander treibenden Hohlspiegel der Phan-tasie, sondern wie das Kind, wie der Wilde, wie der Land-