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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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Die Menschen schieben ihren letzten Willen gern solange hinaus wie ihren bessern: die Rittmeister!» hättevielleicht alle ihre Stunden bis auf die sprachlose und taubeohne Testament verrollen lassen, hätte nicht Thiennette inder letzten Nacht, ehe sie auö der Krankenwärterin die Leichen-frau wurde, die Sieche aus den armen Konrektor gebracht undauf sein darbendes Leben und auf die schmalen Lebensdiätenund Alimentengelder, die ihm das Glück ausgeworfcn, undauf seine leere Zukunft, wo er als gelbes mattes Gewächsin den trockenen Dielen-Fugen der Schulstube zwischenSchülern und Gläubigern welken werde. Ihre Dürftigkeitwar ihr das Modell zur scinigen, und ihre inner» Thränenwaren die flüssigen Tusche ihres Gemäldes. Da die Ritt-meisterin nur für Domestiken testirte und bei den männlichenansing: so stand Fixlein oben an und der Tod, der einbesonderer Hausfreund des Konrektors seyn muß, hob nichteher seine Sense auf und that den letzten Schnitt, als bissein Muttersöhnchen mit vernehmlicher Stimme zum Testa-mentcrben erkläret war: dann schnitt er alles ab, Leben, Testa-ment und Hoffnungen.

Als der Konrektor auf einem Wäschzettel seiner Mutterdiese zwei Todes- und Hiobsposten in seiner Sekunda erfuhr:so war das erste, was er that, daß er die Sekundaner ent-ließ und in Thränen ausbrach, ehe er im Konrektorat ange-kommen war. Ob ihm gleich die Mutter mitgeschriebcn hatte,daß er im Testament bedacht geworden ich wünschte aber,der Gerichthalter hätte ausgeplaudert, wie viel eS gewesen so sielen ihm fast mit jedem O, das er masoretisch inder deutschen Bibel assortirte und eintrug, große Tropfen indie Feder und machten die Dinte zu blaß. Ihn zerfraß nicht