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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
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Fünfter Zettelkasten.

Der Kantatesonntag zwei Testamente PontakBlut Liebe.

L-ie Frühlingmonate kleiden die Erde neu und bunt, aberden Menschen meistens schwarz. Gerade wenn unsere Eis-regionen zu fruchtbaren werden und die Blumenwellen derAuen über unsern Welttheil zusammenschlagen: so stoßenuns überall Menschen in Flören auf, deren Frühlinganfangvoll Thränen ist. Aber auf der andern Seite ist ja dasAufblühen der verjüngten Erde die beste Kurzeit gegen denSchmerz über die, die in ihr liegen, und Blumen verhüllen

uns Gräber besser als Schnee.-Der alte Lehrer dcö

Konrektors, Astmann, begegnete im April, der weniger ver-änderlich als tödtlich ist, dem Tode, der ihm das am Magensiechende Gehirn eindrückte. Man wollte seinen Abschied derNittmeisterin verdecken; aber das ungewöhnliche Leichengeläutetrug ihr seinen Schwanengesang ans Herz, und setzte dieAbendglocke ihres Lebens allmälig in ähnlichen Schwung.Alter und Leiden hatten an ihr schon dem Tode die erstenEinschnitte vorgezeichnet, daß er wenig Mühe brauchte, sieganz zu fällen; denn den Menschen geht es wie den Bäu-men, die lange vor dem Umsägen eingekerbet werden, damitihnen der Lebenssaft entfließe. Der zweite Schlagfluß trafsie in geringer Entfernung vom letzten: es ist sonderbar,daß der Tod wie Gerichte die Schlagflüssigen dreimal zitiret.

Jean Daul's ansgew. Wcrle. VII. g