124
blos weil Fix lein sich nicht Füchslein schrieb und sichnicht mit ihm hatte adeln wollen lassen. Der Subrektor mußteauf seinem adeligen Triumphwagen, den die Vorspann vonvier vorausgegebcnen Ahnen zog, den Quintus, der mitihm verwandt war, hinten in den Lakaienriemen des Wagensgreifen sehen und ihn mit dem jämmerlichsten Aufzuge vonder Welt zn dem Gefolge sagen hören: „der da fährt, istmein Vetter und ein Mensch, und ich erinnere ihn immerdaran." Der milde, nachgiebige Quintus wurde die großeWespen - Giftblase im Subrcktor gar nicht gewahr undnahm sic für den Honigmagen: ja durch seine brüderlicheWärme, die der Edelmann für Schein ansah, kochte er des-sen giftige Säfte nur noch dicker. Der QuintuS sah ausEinfalt die Verachtung für Neid über seine pädagogischenTalente an.
Einen Katharinenhof — einen Annenhof — einen Eli-sabeth-— Stralen- und PeterShof, alle diese russischen Lust-schlösser kann einer entrathen (wenn nicht verachten), der eineStube hat, worin er am heil. Wcihnachtabend mit einerVokazion herumstreift. Der neue Konrektor wünschte sich nunnichts als — Hellen Tag: Freuden (Sorgen nie) fraßen ihmwie Spatzen die Schlummerkörner weg und heute trommelteihm noch dazu der Rechnungführcr seiner frohen Zeit, derUhr-Affe, alle Stunden vor, die er freudig verträumte, an-statt verschnarchte.
Am Weihnachtmorgcn erblickt' er seinen Lckzionkatalogund machte nicht viel daraus: er wußte kaum, was er vonseinem gestrigen närrischen Aufblähen über seine Quinturnun denken sollte: „die Quintus-Stelle, sagt' er zu sich,kommt gegen ein Konrektorat in gar keine Betrachtung —