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mich einer Familie, worin die Verwandten sich immer indemselben Alter entleibten. In der Firleinischen Verwandt-schaft war nun die Gewohnheit, daß die männlichen Aszen-denten immer im zwei und dreißigsten Jahre am Kantate-sonntag sich hinlegten und starben: es muß sich's jeder insein Exemplar vom dreißigjährigen Kriege, weil'S Schillergänzlich weggelaffen, Nachträgen, daß darin ein Firlein ander Pest, einer am Hunger und einer an einer Flintenkugelstarb, alle im zwei und dreißigsten Jahre. Wahre Philoso-phie erklärt sich das Faktum so: „Die ersten paar Male trafsich's nur zufälliger Weise so — und die übrigen Male ver-stärken die Leute an der bloßen Angst: widrigenfalls müßteman das ganze Faktum lieber in Zweifel ziehen."
Was machte aber Firlein aus der Sache? Wenig odernichts: das Einzige, was er that, war, daß er sich wenigoder nicht befliß, sich in Thiennette zu verlieben, damit keinanderer seinetwegen in Angst geriethe. Er selber aber schorsich aus fünf Gründen so wenig darum, daß er älter alsder Senior Astmann zu werden verhoffte: erstlich weil dreiZigeunerinnen in verschiedenen Ort- und Zeiträumen undohne etwas von einanderzu wissen, darin zusammengetroffenhatten, daß sie ihn dieselbe Hauptallee langer Jahre in ihrenZauberspiegeln erblicken ließen — zweitens weil er kernge-sund war — drittens weil sein eigner Bruder eine Aus-nahme gemacht hatte und vor den Dreißigern ersoffen war— viertens darum: als kleiner Knabe wurd' er gerade andem Kantatesonntage, wo man seinen Vater aufs Leichen-brett band, vor Kummer krank und nur durch sein Spielzeuggeheilt; mit diesem Kantate-Siechthum aber glaubte er denmörderischen Genius seines Stamms recht gut abgefunden