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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
110
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cmcln, schrieb am Pulte in der gewöhnlichen Monotonie desLebens fort -- von den Ferien an bis zu dem h. Weih-nachtabend 1791 , und nichts war denkwürdig, als blos dieserAbend, den ich nun malen will.

Aber ich werde diesen Abend allezeit noch malen können,wenn ich vorher mit wenigem berichtet habe, wie er sichgleich Zugvögeln über den düstern nebelnden Herbst weg-schwang. Er machte sich nämlich über das Hamburg, poli-tische Journal, womit der Bediente Knöpfe kouvertiren wol-len. Er konnte ruhig und mit dem Rücken am Ofen dieWintcrkampagnen des vorigen Jahrs mitmachen undjeder Schlacht, wie die Aasgeier der pharsalischen, nachsliegen er konnte auf dem Druckpapier froh und wundernd umdie deutschen Triumphbogen und Gerüste zu Freudenfeuer-werken herumgchen, indeß die Leute in der Stadt, die nurdie neuesten Zeitungen hielten, kaum die Trümmer der vonden Frankreichern boshaft niedergeriffcnen Trophäen be-hielten ja er konnte schon mit alten Planen die Feindezurücktrciben, indeß neuere Leser sich vergeblich mit neuenwehrten.-

Aber nicht blos die Leichtigkeit, die Gallier zu über-meistern, bestach ihn für das Journal, sondern auch der Um-stand, daß letzteres gratis war. Er war auffallend auffrankirte Lektüre ersessen. Ist es nicht daraus zu erklären,daß er sich, wie Morhof räth, die einzelnen Hefte von Ma-kulaturbogen, wie sie der Kramladen ausgab, fleißig sammelteund in solchen wie Virgil im Ennius scharrte? Ja für ihnwar der Krämer ein Fortins (der Gelehrte), oder ein Frie-drich (der König), weil beide letztere sich aus kompletenBüchern nur die Blätter schnitten, an denen etwas war.