hieß Flachsenfingen, das Dorf Hukelum, der HundSchill und die Jahrzahl 1791.
„Männlein (sagt' er zum Quintaner; denn er redetegern, wie die Liebe, die Kinder und die Wiener, in Dimi-nutiven) Männlein, gib mir den Bündel her bis ans Dorf— lauf dich aus und suche dir einen kleinen Vogel, wie dubist, damit du was zu ätzen hast unter den Ferien." —Denn das Männlein war zugleich sein Edelknabe — Zimmcr-frotteur — Stubenkamerad — Gesellschaftkavalier und Lauf-mädchen; und der Pudel war zugleich sein Männlein.
Er schritt langsam fort durch die mit kouleurten Thau-Glaökngelchen vollgehangenen, gekräuselten Kohlbeete undsah den Gebüschen zu, aus denen, wenn sie der Morgen-wind auseinanderzog, ein Flug Juwclenkolibri aufzusteigenschien: so funkelten sie. Er zog von Zeit zu Zeit die Klin-gelschnur des — Pfeifens, damit sich der Kleine nicht ver-spränge, und kürzte sich seine anderthalb Stunden dadurchab, daß er den Weg nicht nach ihnen, sondern nach Dör-fern auömaß. E.s ist angenehmer für den Fußgänger —für den Geographen gar nicht — nach Wersten als nachMeilen zu rechnen. Unterweges lernte der Quintus die we-nigen Felder auswendig, worauf schon geschnitten war. —
Aber jetzt streife noch langsamer, Fixlein, durch denHerrschastgarten von Hukelum, nicht etwa deswegen, damitdu mit deinem Rocke keine Tulpenstaubfäden abbürstest, son-dern damit deine gute Mutter nur so viel Zeit gewinne,um ihre AmvrSbinde von schwarzem Taft um die glatteStirn zu legen. Es ärgert mich, daß es der guten Fraudie Leserinnen übel nehmen, daß sie die Binde erst plättenwill: sie müssen nicht wissen, daß sie keine Magd hat und