Wunsch — Kinder flattern wie Bienengetöne nm die nochpochende, in Blumen eingesenkte Brust und der Traum nachdem Tode spielet das Erdenleben, wie ein hiesiger Traumdie hiesige Kindheit, magisch, stillend, knmmersrei und ge-mildert nach. . . .
Eugenius blickte aus dem Monde nach der Erde, diean dem langen Mondstag aus zwei Erdenwochcn wie eineweiße dünne Wolke im blauen Himmel schwebte; aber ererkannte sein altes Mutterland nicht. Endlich ging auf demMonde die Sonne unter und unsere Erde ruhete unbeweg-lich, groß und schimmernd am reinen Horizont des Elysiumsund übergoß wie das Wasserrad einer Aue den wehendenelysischen Garten mit fließendem Schimmer. Da erkannteer die Erde, auf der er in einer so geliebten Brust ein sobekümmertes Herz zurückgclassen, und seine in Wonne ru-hende Seele wurde voll Wehmuth und voll unendlicher Sehn-sucht nach der Geliebten des alten Lebens, die noch druntenlitt. — „O, meine Nosamunde, warum ziehest du nicht auseiner Kugel fort, wo dich nichts mehr liebt?" und er blicktebittend den Engel der Ruhe an und sagte: „Geliebter! nimmmich aus dem Lande der Ruhe und führe mich hinab zu dertreuen Seele, damit ich sie sehe und wieder Schmerzen habe,damit sie nicht allein sich quäle."
Da sing plötzlich sein Herz gleichsam ohne Banden zuschwimmen an — Lüste flatterten um ihn, als wenn sie ihnim Fliehen höben und ihn schwellend verwehten und in Flu-then verhüllten — er sank durch Abendröthen wie durchBlumen, und durch Nächte wie durch Lauben, und durcheinen nassen Dunstkreis und sein Auge wurde darin vollTropfen — dann lispelte cS um ihn, als kämen alte Träume