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Ich bitte dich recht sehr, Philippine, lies diese Persona-lien deö Mondes, auf die die ganze phantasirende Erzählungfußet, deinen Zuhörcrinnen einige zwanzigmalc vor: sonst.ist euch alles entfallen, eh' ich nur angesangen.
Uebcrhaupt verdenk' ich'S enern Eltern ungemein, daßsie euch statt des Französischen, das euch wie ein Bund Ti-tularkammerherrn-Schlüfsel nur zum Klingeln des seclcnver-dcrbenden Parlirens und nie zum Aussperren eines einzigenfranzösischen Buches nützt, weil euch Ritterromane lieber sind,daß sie euch, sag' ich, nicht lieber haben Sternkunde lernenlassen, sie, die dem Menschen ein erhabenes Herz gibt undein Auge, das über die Erde hinausreicht, und Flügel, diein die Unermcßlichkeit heben, und einen Gott, der nicht end-lich, sondern unendlich ist.
Man darf über alles unter dem Monde und über ihnselber Phantasien haben, wenn man nur nicht die Phanta-sien für Wahrheiten nimmt — oder das Schattenspiel fürein Bilderkabinet — oder das Bilderkabinet für ein Natura-licnkabinet. Der Astronom inventirt und taxirt den Himmelund fehlet um wenige Pfunde; der Dichter möbliret und be-reichert ihn; jener fasset das Flurbuch von Auen ab, woreindieser Perlenbäche leitet sammt einigen Goldfischchen; jenerlegt Meßschnüre, dieser Guirlanden um den Mond'— auchum die Erde. Also kannst du recht gut, Liebe, dich mit dei-nen Näh-Schulkameradinnen auf einen Lindenaltan begebenund ihnen Phantasien wie meine gerührt vorlesen, wenn'snur nicht am Hellen lichten Tage geschieht und wenn nnrnicht der Gottesdienst der Mutterkirche der Erde über daöMondfilial vergessen wird.
Du aber, du milde blasse Gestalt, an die ich so oft