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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
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Mischer und näher an sein Ich und dünkten ihm Instinkt zuseyn, wie unö die der Thiere der Hunger riß an ihm,der Durst brannte an ihm, der Schmerz schnitt an ihm O, seine zertrennte Brust hob sich blutend auf und seinerster Athemzug war sein erster Seufzer nach dem verlassenenHimmel!Ist dieses das Sterben der Menschen!" dacht'er; aber da er daö versprochene Zeichen deö Todes nicht sah,keinen Engel und keinen umflammcnden Himmel: so merkt'er wol, daß dieses nur das Leben derselben sei.

Abends vergingen dem Engel die irdischen Kräfte undein quetschender Erdball schien sich über sein Haupt zu wäl-zen; denn der Schlaf schickte seine Boten. Die inncrnBilder rückten aus ihrem Sonnenschein in ein dampfendesFener, die inS Gehirn geworfncn Schatten deS Tages fuhrenverwirrt und kolossalisch durch einander und eine sich aus-bäumende unbändige Sinnenwelt stürzte sich über ihn;denn der Traum schickte seine Boten. Endlich faltete sichder Leichenschleicr des Schlafes doppelt, um ihn und indie Gruft der Nacht eingesunken, lag er einsam und starr,wie wir armen Menschen, dort. Aber dann flogest du, himm-lischer Traum, mit deinen tausend Spiegeln vor seine Seeleund zeigtest ihm in allen Spiegeln einen Engelkreiö und einenStralenhimmel; und der erdige Leib schien mit allen Stachelnvon ihm loszufallen.Ach, sagt' er in vergeblicher Ent-zückung, mein Entschlafen war also mein Verscheiden!"Aber da er wieder mit dem eingeklemmten Herzen voll schwe-ren Menschenbluts aufwachtc und die Erde und die Nachterblickte, so sagt' er:das war nicht der Tod, sondern blosdas Bild desselben, ob ich gleich den Sternhimmel und dieEngel gesehen."