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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
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schenkte, als seinen Begleitern, die ihre mit Wachs wie hohleStockzähne plombirten. Aber sie war auch das leuchtendeChristnskind, das die fatale Correggio'S-Nacht, die der Kunst-rath in mein Herz gemalet hatte, mit dem schönsten Wieder-schcin versilberte: sie war doch unschuldig und gut und weichund ohne die poetischen Härten der Empfindelei, unddie vielen scharfen zweischneidigen Leiden bei ihrem Vaterhatten ihrem Herzen mehr gegeben, als ihrem Kopfe genom-men; sie duftete gleich dem Rosenholz auf der scharfenDrechselbank des Unglücks so süß, wie Rosen selber. Ihrknausernder Vater hatt' ihr freilich nur die Vorgrund-Kultur,die äußere oder körperliche, nämlich vornehme Kleidung, abernicht vornehme Bildung verstattet (die gute GerichthalterAbends gratis in biographischen Berichten anboten), und sieglich den meisten Mädchen um mich her, an denen wie inWien die Vorstädte modern sind, die innere Stadt selberaber mit allen ihren Vierteln verdammt altväterisch. Jndeßhatten ich und sie doch wie alle Freunde und wie allezusammengewachsene Menschen nach Haller nur EinHerz, obwol zwei Köpfe. Das thut denn vieles.

Wir fuhren spät ab und ich saß ihr im Vis-ü-visvis-ä-vis. Hinter unfern grünen Bergen lag die Wüsteder Kinder Israel und vor uns das gelobte Land der sanftenBayreuther Ebene. Ich und die Sonne sahen Paullinen im-merfort ins Angesicht und mit gleicher Wärme, und michrührte endlich die kleine stille Gestalt. Woher kam das?Nicht blos daher, weil ich über das gewöhnliche herrnhutischeEhe-Looseziehen der Mädchen nachsann, die in gewissenJahren größere Gefühle als Kenntnisse und im leeren Her-zen ein anonymes Opfer-Feuer ohne Gegenstand ha-

Jean Paul's LUsgew. Werke. VII. g