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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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Fortgesetzte Vorrede zur zweiten Auflage*).

Und allerdings hat Kant das seltene Glück, auf einerBühne zu agiren, der cS nicht an einer Einfassung undMauer von Köpfen fehlt, aus denen seine Laute Heller undresonirend Zurückschlagen, so wie die Alten in ihre Theaterleere Töpfe versteckten, die der Stimme der Schauspielermit Resonanzen nachhalfen**). Ein Autor, der Gedankenhat, verfälschet häufig damit fremde, die er verbreiten soll,und gesetzt, er schwüre, wie in den älteren Zeiten die-cherabschreiber wirklich schwören mußten, rein und redlichabzuschreiben: so würde er doch immer sehr vom leerenKopfe verschieden bleiben, dessen obere torizellische Leere wiein der Physik der beste Leiter der Funken ist. Hingegenim System selber muß man die Lücken, worin keine Wahr-heiten sind, durch die Gewänder derselben, durch lange neueTermen abwenden, wie denkende Maler durch Draperie ihrenleeren Raum.

Etwas anders ist es mit der Moral, worin wie in derMedizin der Theorist sich ganz vom Empiriker trennt. Wiein dem alten Theater der eine Akteur den Gesang hatteund der andere die körperliche Akzion dazu machte, undwie die Kunst eben durch diese Theilung höher stieg, so kannes in der schweren Kunst der Tugend nicht eher zu etwasgetrieben werden, als bis (wie jetzt häufiger geschieht) dieTheorie und die Praxis gesondert werden, und der eine sich

*) Man schlage allemal zur frühem Fortsetzung zurück, umden Zusammenhang zu finden.

**) Winkelmanns Anmerk. über die Baukunst. K. 1. S. 10.