trennlich ist, wie jede Darstellung von ihrer dargestellten oderdarstellenden Empfindung) nur die Frucht einer langen Ver-nunft-Kultur sei, und daß er mit dem Alter der Welt sowie mit dem Alter eines Individuums wachsen müsse.
Fraischdörfer fuhr fort: „Halte man an diesen Probir-„stein die Werke meines Hrn. Gevatters, in denen fast nur„auf Materie gesehen werde: so begreife man nicht, wie der„Rezensent der Literaturzeitung ihn noch dazu wegen der„Wahl solcher zweideutiger Materien, wie z. B. Gottheit,„Unsterblichkeit der Seele, Verachtung des Lebens u. s. w.,„preisen könne."
— Bei diesen Worten wanderten wir gerade in GefreeSein und ich sah die mir halb bekannte Dame wie eine Netz-melone sich wieder in ihren Schleier wickeln und abfahren:hätte also der Unglückvogel, der Kunstrath, nicht seinenGais-Scherbet in den drei Bratwürsten eingenommen, sowürd' ich das Glück errungen haben, sie gerade bei Hrn.Lochmüller zu ertappen, als sie dem Kutscher und den Pfer-den etwas geben ließ. So aber hatt' ich nichts. Ich fuhrentsetzlich auf in meinem Herzen und that innerlich folgendenAusfall gegen den Kunstrath: „Du elende frostige Lothssalz-„säule! Du auSgehöhlter Hohlbohrer voller Herzen! Aus-„geblascnes Lerchen-Ei, aus dem nie das Schicksal ein voll-schlagendes, auffliegendes, freudentrunkneö Herz ausbrüten„kann! Sage was du willst, denn ich schreibe was ich will.„— Du sollst weder meine Reißfeder, noch mein Auge von„dem Eisgebirge der Ewigkeit abwenden, an dem die Flam-„men der verhüllten Sonne spielen, noch vom Nebelstern„der zweiten Welt, die so weit zurückliegt und nur die Pa-