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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
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Ich fragte ihn, ob er'S wie die vornehmen Leute mache, die weil Huart einen achttägigen Trank von Ziegenmilch alsein Hausmittel vorschlägt, ein Genie zu zeugen sich ebendeshalb zum Gais-Kordial entschließen und dann sehen,wozu cs führt. Daß sie, wenigstens die Fürsten, ihn nichtder Schwindsucht halber trinken, beweisen wol die Versuche,die sie nachher machen. Aber der Kunstrath wurde nur dar-um der Milchbruder Jupiters, weil die Parzen den Lebens-saden völlig von den Spindeln seiner Beine abgewaifet hat-ten: er stand gleichsam schon als ein ausgebälgtcr, gutgetrock-neter, mit Aethcr gefüllter Vogel im Naturalien-Glasschrankda. Er sagte, man müßte entweder sich und die Bücher oderdie Kinder aufopfcrn; so wie der Landwirth, setzt' ich hinzu,eines von beiden schlecht annehmen muß, entweder den Lein-dotter oder den Flachs.

Während der Milchkur wurden wir beide einander nochverhaßter, als wir's schon waren, und das cingeschluckte Krö-tenlaich unserer Antipathie wurde durch die gelinde Wärmeder edcln Theile zu ordentlichen Kröten ausgebrütet. Ichwurde ihm gram, weil ich hier in den drei Bratwürsten ste-hen mußte und allem Anschein nach in Gcfrecs ankam,ohne irgend etwas Schönes gesehen oder geschrieben zu haben(ich rede von dem Vi.-r-ü-vi« und der Vorrede), und über-haupt weil Fraischdörfer zugleich Mattgold, Katzengold undPlatzgold war. Eine elendere Mixtur gibt es nicht. Zog ernicht sogar unter dem Käuen sich wie ein Dentist seineSchneidezähne aus, weil blos die Hundszähne ächt warenund genuin? Könnt' ich nicht, als er den Rock aufknöpfte,deutlich sehen, daß der Bauch seiner Weste seiden und mar-rnorirt, hingegen der Rücken derselben weiß und leinen war,