einem Staatskleide und mit Fackeln nähern, so nehmen wirans derselben Ehrfurcht die Werke unserer Dichter nur inBratenröcken in Gesellschaft zur Hand und nähern solche sel-ber den Kerzen und fachen damit das Feuer in allen gutenKöpfen aus — Meerschaum an. — Ich bin oft gefragt wor-den, woher eS komme, daß der alternden Welt, in derenGedächtniß sich doch die ältesten Werke von tausend Messenher, die eines Plato, Cicero, sogar Sanchuniathons, erhalten,gleichwol die allerneuesten, z. B. die Nitterromane von denletzten Messen, kantianische, wolfianische, theologische Streit-schriften, Bunkels Leben, die besten Jnauguraldiöputazionenund pieces cku foul-, Hirtenbriefe und gelehrte Zeitungen,oft in dem Monate entfallen, worin sie davon hört. MeineAntwort war gut und hieß: da cs wol keine mystische Per-son von einem solchen Alter gibt als die Welt, die ein wah-rer alter eingerunzelter Kops von Dcnner ist und die nunanfängt (wie es wol kein Wunder ist), vor Marasmus schwachund fast kindisch zu werden: so ist sie natürlicher Weise vondem Nebel alter Personen nicht frei, die alles, waö sie inihrer Jugend gehört und gelesen, trefflich festhalten, hinge-gen was sie in ihren alten Tagen erfahren, in einer Stundevergessen. Daher denn unsere Bücher den Lumpen in der Pa-piermühle gleichen, von denen sic genommen sind, unter wel-chen der Papiermüller die frischen allzeit früher zur Fäulnißbringt als die alten. —
Im Grunde hätt' ich das als einen abgesonderten Satzin der Vorrede zur zweiten Auflage aufstcllen können.
Ueber Münchberg erboßete sich der Kunstrath unge-mein: entweder die Häuser oben auf dem Berge, oder dieunten sollten weg; er fragte mich, ob Gebäude etwas anders