Druckschrift 
7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

rath, den bekannten Egidius ZebedäuS Fixlein vor sich, vondessen Leben mein H. Gevatter seoii ?o»I der Welt einezweite Auflage zu schenken gesonnen wiewol ich täglichnoch sortlebe und mithin immer neues Leben, daö man be-schreiben kann, nachschieße." Die Seele des Kunstratheswar jetzt nicht wie die nachgestochene im oi-bis pict»8 ausPunkten zusammengesetzt, sondern aus Ausrufung Zei-chen: andere Seelen bestehen aus Parenthesen, auö Gänse-füßen, die meinige aus Gedankenstrichen. Er forschte mich,da er mich für den Quintus hielt, nun aus, ob mein Cha-rakter und mein Haushalten zu den gedruckten paßten. Ichthcilte ihm viele neue Züge von Firlein mit, die aber in derzweiten Auflage stehen, weil er mir sonst öffentlich vorwirft,ich hätte mein Original mager porträtirt. Er brachte allemeine Straßenreden sogleich zu Pergament, weil er nichtsbehalten konnte; daher hatt' er einige hauptstärkende Kräuterzu einer Kräutermütze auf dem Nabenstcine gesammelt.Fraischdörfer gestand mir, steckte einer seine Studirstube mitden Exzerpten und Büchern in Brand, so wären ihm aufeinmal alle seine Kenntnisse und Meinungen geraubt, weil erbeide in jenen,aufbewahre, daher sei er auf der Straße or-dentlich unwissend und dumm, gleichsam nur ein schwacherSchattenriß und Nachstich seines eignen JchS, ein Figurantund curotoi- ulisenkis desselben.

Ueberhaupt ist der Tempel des deutschen Ruhms eineschöne Nachahmung des athenischen Tempels der Minerva,worin ein großer Altar für die Vergessenheit stand *). Jawie die Florentiner sich ihren Pandekten nur ehrerbietig in

Plutarch, S^mxos. I. S. gu. 6.