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Der Botaniker der Galgen-Flora hatte mich unter demSchreiben eingeholt und gestört. Ich erstaunte, den H. Kunst-rath Fraischdörfer aus Haarhaar*) vor mir zu haben,der nach Bamberg ging, um von einem Dache oder Bergeirgend einer zu hoffenden Hauptschlacht zuzusehen, die er alsGallerie-Jnspektor so vieler Schlachtstücke, ja selber als Kritikerder homerischen nicht gut entbehren kann. — Mein Gesichthingegen war ihm ein unbekanntes inneres Afrika. EinMann muß sich wenig in der literarischen Weltgeschichteumgesehen haben, dem man es erst zu sagen braucht, daßder Kunstrath sowol in der neuen allg. deutschen bibliotheka-rischen als in der Haarhaarischen, Schccrauischen und Flachsen-singischen Rezensir-Faktorei mit arbeite als einer der bestenHandlungdiener. Wie man einen Kürbiß in einen Karpfen-teich als Karpsenfutter einsetzt: so senkt er seinen nahrhaftenKopf in manches ausgehungerte Journalistikum ein alsBouillonkugel. Da nun der Kunstrath, dem ich doch nieetwas zu Leide gethan, schon an mehren Orten deutlicheWinke fallen lassen, er wolle mich in kurzem rezensiren: sowar mir fatal zu Muthe; denn es gibt zwischen nichts einegrößere Ähnlichkeit und Antipathie zugleich als zwischeneinem Rezensenten und Autor, wiewol derselbe Fall auch beimWolf und Hunde ist. Ich münzte daher meinen Namen alsmein eigner Falschmünzer um und sagte mich als einen ganzandern Menschen an. „Sie sehen hier, sagt' ich zum Kunst-
*) So heißet bekanntlich das Fürstenthum, in welchem die Ge-schichte, die ich nun bald unter dem Namen Titan edire,vorfällt. Daher kenn' ich den Kunstrath Fraischdörfer rechtgut, er aber mich gar nicht.
Iran Daul'S ausgew. Werke. VII.
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