Ich konnte nie mehr als drei Wege, glücklicher (nichtglücklich) zu werden, auSkundschaften. Der erste, der in dieHöhe geht, ist: so weit über das Gewölle des Lebens hin-auszudringen, daß man die ganze äußere Welt mit ihrenWolfsgruben, Beinhäusern und Gcwitterablcitcrn von weitemunter seinen Füßen nur wie ein eingcschrumpftes Kindergärtchenliegen sieht. — Der zweite ist: gerade herabzufallcn ins Gärt-chen und da sich so einheimisch in eine Furche einzunisten,daß, wenn man aus seinem warmen Lerchennest heraussieht,man ebenfalls keine Wolfsgruben, Beinhäuser und Stangen,sondern nur Aehren erblickt, deren jede für den Nestvogelein Baum, und ein Sonnen- und Regenschirm ist. — Derdritte endlich — den ich für den schwersten und klügsten halte
— ist der: mit den beiden andern zu wechseln. —
Das will ich jetzt den Menschen recht gut erklären.
Der Held — der Reformator — Brutus — Howard
— der Republikaner, den bürgerliche Stürme — das Genie,das artistische bewegen — kurz jeder Mensch mit einem gro-ßen Entschluß oder auch nur mit einer perennircnden Leiden-schaft (und wär' es die, den größten Folianten zu schreiben),alle diese bauen sich mit ihrer innern Welt gegen die Kälteund Glut der äußern ein, wie der Wahnsinnige im schlim-mem Sinn: jede fixe Idee, die jedes Genie und jeden En-thusiasten wenigstens periodisch regiert, scheidet den Menschenerhaben von Tisch und Bett der Erde, von ihren HundS-
grotten und Stechdornen und Teufelsmauern-gleich
dem Paradiesvogel schläft er fliegend, und auf den ausge-breiteten Flügeln verschlummert er blind in seiner Höhe dieuntern Erdstöße und Brandungen des Lebens im langenschönen Traume von seinem idealischen Mutterland. . . . Ach!