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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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jetzt alle Täuschungen aufheben oder gut machen."Alle,so weit ich kann (sagt' er), meine Brust und mein Gewissenkommen endlich wieder in Freiheit: Hab' ich nicht sogar Ihnenden Schwur gehalten, Sic nicht eher zu sehen als nach mci-nem Tode?" Sie lächelte sanft.

Beide sanken in ein trunknes Schweigen. Plötzlich fielihm, als sie einen vom kalten Thau gelähmten Trauermantel *)auf den Schoost legte, ihre Trauer auf, und er fragte voreilig:Sie betrauern doch nichts?" Ach sie hatte sie ja seinetwe-gen angelegt. Natalie antwortete:nicht mehr!" > und setzte,den Schmetterling ansehcnd, mitleidig dazu:ein Paar Tro-pfen und ein wenig Kälte machten den ArmenIhrFreund dachte daran, wie leicht ihn das Schicksal für seineKühnheit mit dem Erstarren des schöner geschmückten, obwolebenso schwarz bekleideten Wesens neben ihm hätte strafen kön-nen, das ohnehin schon in den Nachtfrösten des Lebens undim Nachtthau kalter Thräncn gezittert hatte; aber er konnteihr nicht antworten vor Liebe und vor Schmerz.

Sie schwiegen nun, im gegenseitigen Errathcn, halb inihre Herzen, halb in die große Nacht verloren. Alles Gewölke ach nur das am Himmel hatte der weite Nethcr aus-gesogcn Luna bog sich mit ihrem Heiligenschein wie eineumstralcte Maria näher aus dem reinen Blau zu ihrer blei-chen Schwester auf der Erde herein der Strom schlug sichungesehen unter niedrigen Nebeln fort, wie der Strom derZeit unter den Nebeln aus Ländern und Völkern hinter

Ein Tagschmetterling mit schwarzen, weiß gerändertenFlügeln.