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„Mann war dcr wohlsel. Armcnadvokat St. F. Sicbenkäs.„Sie trat zum zweitenmal 1786. den 20. Okt. in die Ehe mit„dem Schulrathc Stiefel allhicr, und entschlief, nachdem sie„X Jahre mit ihm in einer ruhigen Ehe gclebet, den 22.„Jul. 1787. im Kindbette, und liegt hier mit ihrem todtgc-„bornen Töchtcrlcin und wartet auf eine fröhliche Anfcr-„stchung.".
„O du Arme, du Arme!" mehr könnt' er nicht denken.Jetzo, da ihr Lcbenstag Heller und wärmer wurde, schlingtdie Erde sic ein; und sie bringt nichts hinunter als eine Hautvoll Schwielen der Arbeit, ein Angesicht voll Runzeln desKrankenbettes und ein zufriedenes, aber leeres Herz, das, indie Hohlwege und Schachten dcr Erde hinabgcdrückt, so wenigGefilde und wenig Gestirne gesehen hatte. Ihre Leiden hattensich allemal so eng und schwarz und groß über sie herübergezogen, daß keine malende Phantasie sie durch das Farben-spicl dcr Dichtung mildern und verschönern konnte, so wiekein Regenbogen möglich ist, wenn cs über den ganzen Him-mel regnet. „Warum Hab' ich dich so oft gekränkt, sogar„durch meinen Tod, und deinen unschuldigen Launen so wenig„vergeben?" sagt' er bitter weinend. Er warf einen Regen-wurm, dcr sich aus dem Grabe drängte und ringelte, weithinweg, als wenn er eben aus dem geliebten kalten Herzensatt gcfüllct käme, da ihn doch das sättigt, was uns am Endeauch satt macht, Erde. Er dachte an das zerstäubende Kind,das wie ein eignes die welken, dünnen Arme um seine Seelelegte, und dem dcr Tod so viel, wie ein Gott dem Endymion,gegeben, Schlaf — ewige Jugend — und Unsterblichkeit.Er wankte endlich langsam von dcr Trauerstättc hinweg, alsdie Thränen sein Herz nicht erleichtert, nur ermüdet hatten.