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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Aermel hatte;sollte denn, dacht' er, das arme Kind meinerLcncttc schon verstorben sehn?"

Spät schlich er sich zitternd nach dem Garten, aus demnicht jeder wicdcrkommt, und an welchen der Hangende Eden-Garten des zweiten Lebens stoßet. Im Kirchhof war er vornahen Zuschauern durch die Gespenstergeschichten gedeckt, wo-mit Lcibgcber dem Vormunde die Mündelgelder aus den Hän-den gerungen. Da er an sein leerstehendes unterirdisches Bettenicht sogleich gelangen konnte: so kam er vorher vor der Kind-betterin vorbei, ans deren damals schwarzen, jetzo grasigen,Hügel er den Blumenstrauß gepflanzct hatte, der dem Herzenseiner Lcncttc eine unerwartete Freude machen sollte und nureinen unerwarteten Kummer machte. Endlich kam er vor denBcttschirm der Grab-Sicstc, vor seinen Leichcnstein, dessenInschrift er mit einem kalten Schauer hcruntcrlas.Wennnun diese steinerne Fallthüre auf deinem Angesichte läge undden ganzen Himmel vcrbauctc?" sagt' er zu sich unddachte daran, welches Gcwolkc und welche Kälte und Nachtum die beiden Pole des Lebens, so wie um die beiden Pole derErde, herrsche, um den Anfang und um das Ende des Menschen

er hielt jetzt seine Nachäffung der letzten Stunde für sündlich

der Traucrfächcr einer langen, finstern Wolke war vor demMonde ausgcbrcitct sein Herz war bang und weich, alsplötzlich etwas Buntes, was nahe an seinem Grabe stand, ihnergriff und seine ganze Seele umkchrtc.

Es stand nämlich darneben ein neues, lockeres Grab ineiner hölzernen übermalten Einfassung, ähnlich einer Bettlade;auf diesen bunten Brettern las Firmian, so lang cs sein über-strömcndcs Auge lesen konnte:Hier ruht in Gott WcndclineLcncttc Stiefel, geborne Egclkraut aus Augspurg. Ihr erster