wmtcr der harten rauhen Tage, fiel in die schönere Jahres-zeit seines Lebens ein, und aus der Nähe solcher unähnlicherGefühle, des vorigen Kcttcndrucks und der jetzigen Freiheit-lust, floß ein drittes, bittersüßes, banges zusammen.
In der Dämmerung ging er langsam und aufmerksamdurch die mit verzettelten Achrcn bezcichnctcn Gassen der Stadt;jedes Kind, das mit dem Nachtbicr vor ihnr vorüberlief, jederbekannte Hund und jeder alte Glockenschlag waren voll Schicser-abdrücke von Frcudcnroscn und Passionblumcn, deren Exemplarelängst auseinander gefallen waren. Als er vor seinem vori-gen Hause wegging, hört' er eben in seiner Stube zwei Strumpf-wirkcrstühle schnarren und klappern mit ihrem gezognen Schnarr-korpus-Registcr.
Er quartierte sich im Gasthofc zur Eidexe ein, der nichtdas glänzendeste Ickötel im Marktflecken gewesen scyn kann —da der Advokat darin Rindfleisch aus einem Zinnteller bekam,der nach den Schnitten und Stigmen durch ein kH-simile:seines eignen Messers sich unter seinen verpfändeten Teller-Ausschuß eingeschrieben — indcß aber hatte der Gasthof dasGute, daß Firmian das drei Treppen hohe Stübchen IXro. 7.nehmen und darin eine Sternwarte oder einen Mastkorb der Be-obachtung anlegcn konnte, gerade der liefern Studirstube Stieselsgegenüber. Aber seine Lcnctte kam nicht ans Fenster. Ach,er wäre, hätte er sie erblickt, in die Stube vor Wehmuthhingekniet. Blos als cs sehr dunkel wurde, sah er seinenalten Freund Pclzsticscl ein gedrucktes Blatt >— höchst wahr-scheinlich einen Korrekturbogen des Anzeigers deutscher Pro-gramme — weil es zu finster war, gegen die Abcndrvthe zumFenster hcraushaltcn. Es wunderte ihn, daß der Rath sehreingefallen aussah und eine Florschärpe oder Binde um den