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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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dcr Arbeitstuben nur Arbcitkörbchcn hat, und wo man aufdem Schooß die Spinnrädchcn mit dem Finger tritt, und woin der Ehe die Liebe noch fortdaucrt oft sogar gegen denMann dcr Ehering nicht so oft wie in den nieder» Stän-den ein Gygesring, welcher Bücher-, Ton-, Dicht-, Zcichcn-und Tanz-Künste unsichtbar macht; ans den Höhen bekom-men Gewächse und Blumen aller Art, besonders die weiblichen,gcwürzhaftcrc Kräfte. Eine Frau hat nicht wie dcr Manndas Vermögen, die inner» Luft- und Zauberschlösser gegen dieäußere Wetterseite zu verwahren. An was soll sich dieFrau nun halten? An ihren Ehevogt. Dcr Mann muß im-mer neben dem flüssigen Silber des weiblichen Geistes mit ei-nem Löffel sichen und die Haut, womit cs sich überzieht, be-ständig abschäumcn, damit dcr Silberblick des Ideales fortblinke.Es gibt aber zweierlei Männer: Arkadicr oder Lyriker desLebens, die ewig lieben wie Nousscan in grauen Haarensolche sind nicht zu bändigen und zu trösten, wenn sie an der,mit goldncm Schnitt gebundenen, weiblichen Blumenlese nichtsmehr vom Golde wahrnehmcn, sobald sie das Werklcin Blattfür Blatt durchschlagen, wie cs bei allen umgoldctcn Bücherngeht zweitens gibt es Schafkncchte und Schmierschäfer, ichmeine Meistcrsänger oder Geschästlcutc, die Gott danken, wenndie Zauberin sich, wie andere Zauberinnen, endlich in eineknurrende Hauskatze nmsetzt, die das Ungeziefer wcgsängt.

Niemand hat mehr Langeweile und Angst daher icheinmal in einer komischen Lebensbeschreibung das Mitlcidcndarauf hinlcnkcn will als ein feister, schiebender, gewicht-voller Bassist von Gcschäftmann, dcr, wie sonst römischeElcphanten, auf dem schlaffen Seile dcr Liebe tanzen muß,und dessen liebendes Miencnspiel ich am vollständigsten bei