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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Murmclthicrcn autreffe, die ins Bewegen nicht recht kommenkönnen, wenn die Stubenwärme sic aus dem Winterschlaf auf-rcißct. Blos bciWittwcn, die weniger geliebt als gchcirathctscyn wollen, kann ein schwerer Gcschästmann seinen 8tomanans der Stnsc anfangen, wo alle Nomanschrcibcr die ihrigenausmachcn, nämlich ans der Trau-Altarstufe. Ein solcher imeinfachsten Styl gcbanctcr Mann würde eine Last vom Herzenhaben, wenn jemand seine Schäferin so lange in seinem Na-men lieben wollte, bis er nichts mehr dabei zn machen hätteals die Hochzeit; nnd zn so etwas, nämlich zn diesemLast- oder Krcuzabnchmcn, bezeigt niemand mehr Lnst als ichselber; ich wollt' es oft in öffentliche Blätter setzen lassen (ichsorgte aber, man nähm' es für Spaß), daß ich crbötig wäre,erträglichen Mädchen, zu deren Liebe ein Mann von Geschäf-ten nicht einmal die Zeit hat, so lange platonische, ewigeLiebe zu schwören, ihnen die nöthigcn Liebeerklärungen alsPlcnipotenziar des Bräutigams zn übermachen, nnd kurz,solche als substitutus 8>IW «PL Slieeocloiicli, oder als Gescll-schaftkavalier am Arme durch das ganze unebene BreitkopfischeLand der Liebe zu führen, bis ich an der Gränze die Frachtdem Sponsus (Bräutigam) selber völlig fertig übergeben könnte,welches dann mehr eine Liebe als eine Vermählung durch Ge-sandte wäre. Wollte einer (nach einem solchenrmmstentine) den Schreiber dicß, da doch auch in den Flitter-wochen noch einige Liebe vorkommt, auch in diesen zum Lchns-vormund nnd Prinzipalkommissarins anstcllcn, so müßte er soviel Verstand haben, nnd es sich vorher ausbcdingen. . .

In Siebenkäscns Lcnctte war, ohne seine Schuld, sogleichvor dem Traualtar die ideale, selige Insel mcilcntis hinabgc-funken; der Mann konnte nichts dafür; aber er konnte auch

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