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glänzt, so bewegt sich nur das wiedcrschcincndc Schwert, das
der künftige Tag gegen den freudigen Busen zieht-Nein,
ich bitt' um keine Freuden, sie machen das durstige Herz soleer, nur der Kummer macht cs voll.
„Das Schicksal thcilct die Zukunft aus: was wünschestdu, Natalie?
„Keine Liebe >— O wer die stechende weiße Nose der Liebean das Herz drücket, dem blutet cs, und die warme Freuden-zährc, die in ihren Roscnkclch tropfet, wird früh kalt und danntrocken — am Morgen des Lebens hängt die Liebe blühendund glänzend als eine große rosenrotste Aurora im Himmel —>o, tritt nicht in die glimmende Wolke, sie besteht aus Nebelund Thräncn — Nein, nein, wünsche keine Liebe; stirb anschöner» Schmerzen, erstarre unter einem erhabener» Giftbaum,als die kleine Myrte ist.
„Du knieest vor dem Schicksal, Natalie: sag' ihm, wasdu wünschest?
„Auch keine Freunde mehr — Nein — wir stehen alleauf ausgehöhltcn Gräbern neben einander — und wenn wirnun einander so herzlich an den Händen gehalten, und so langemit einander gelitten haben: so bricht der leere Hügel desFreundes ein, und der erbleichende rollt hinab, und ich stehe
mit dem kalten Leben einsam neben der gefüllten Höhle-
Nein, nein: aber dann, wenn das Herz unsterblich ist, wenneinst die Freunde auf der ewigen Welt beisammen stehen, dannschlage wärmer die festere Brust, dann weine froher das un-vergängliche Auge, und der Mund, der nicht mehr erblassenkann, stammele: nun komm' zu mir, geliebte Seele, heutewollen wir uns lieben, denn nun werden wir nicht mehr ge-trennt.