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„O du verlassene Natalie, um was bittest du denn aufder Erde?
„Um Geduld und um das Grab, um mehr nicht. Aberdas versage nicht, du schweigendes Geschick! Trockne das Auge,daun schließ' es! Stille das Herz, und daun brich es! — Ja,einstmals, wann der Geist in einem schöucru Himmel seine Flü-gel hebt, wann das neue Jahr in einer reinern Welt anbricht,und wann alles sich wieder sieht und wieder liebt: dann bring'ich meine Wunsche. . . . Und für mich keine — denn ichwürde schon zu glücklich sehn. . . ."
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Mit welcher Sprache könnt' ich die innere Sprachlosig-keit und die Erstarrung ihres Freundes zeichnen, da er dasBlatt gelesen hatte und immer noch behielt und anblickte, ober gleich nichts mehr sehen und denken konnte. — O die Eis-schollen des Gletschers des Todes wuchsen immer weiter undfüllten ein warmes Tcmpe nach dem andern — der einsameFirmian hing durch kein anderes Band mehr mit den Men-schen zusammen als durch das Seil, das die Todtenglocke undden Sarg bewegt — und sein Bette war ihm nur eine breiteBahre — und jede Freude schien ihm ein Diebstahl an einemfremden entblätterten Herzen. — Und so wurde der Stammseines Lebens, wie mancher Blumen ihrer*), immer tiefer hin-abgezogen, und der Gipfel wurde zur verborgnen Wurzel. --
Ncbcrall war der Abgrund einer Schwierigkeit offen und
*) Bei den Ranunkeln und bei der Braunwurz senket sich jedesJahr das Unterste des Stengels tiefer in die Erde ein undwird der Ersatz der wcgfaulcnden Wurzel.