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Gestalt in des Grafen Seele er einige Lorbeerkränze mehr hattespielen können.
Aber dieses einzige Erfreuliche war ihm auch als Trostund Labsal für ein Leben vonnöthcn, das beschattet und kaltzwischen zwei steilen Ufern von Aktenstößen fortschoß, vonWoche zu Woche, von Monat zu Monat; ach, er hörte nichtsbeffcrs — blos den guten Grafen ausgenommen, dessen unge-wöhnliche Güte noch warmer seinen Busen umflossen hätte,wenn er ihm dafür unter fremdem und eignem Namen zugleichhätte danken dürfen -— ich sage, er hörte nichts besscrs alsdie Wellen seines Lebens, die zuweilen murmelten. Er kamtäglich in die wiederholte harte Lage eines Kuustrichters —der er auch gewesen — nämlich das lesen zu müssen, was errichten mußte, sonst Autoren, jetzt Advokaten — er sah in >oviel leere Köpfe, in so viel leere Herzen; in jenen so vielDunkelheit, in diesen so viel Schwärze — er sah, wie sehrdas gemeine Volk, wenn cs zur Egericn-Quelle der juristischenDiutcnsässer reiset, um sich Blascnsteinc weg zu bringen, denKarlsbader Gästen gleiche, denen die heiße Quelle alle verheim-lichten Krankheitmaterien auf die äußere Haut hcrausjagt —er sah, daß die meisten alten und schlimmsten Advokaten blosdarin eine schöne Aehnlichkeit mit den Giftpflanzen behaupten,daß sic, wie diese, in ihrer Jugend und Blütcnzcit nicht halbso giftig sind, sondern mehr unschädlich; er sah, daß ein ge-rechtes llrtheil oft so viel schade, als ein ungerechtes, und daßmau gegen beide appcllire — er sah, daß es leichter und ekel-hafter zugleich sei, ein Richter, als ein Advokat zu scyn, nurdaß beide durch ein Unrecht nichts verlieren, sondern daß derRichter für ein kassirtes Urtheil so gut bezahlt wird als derAdvokat für einen verlornen Prozeß, und sic also vom Rechts-