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„sagst du zu mir? Ach, das kann ich ja uicht, wenn ich mei-„ncu treuesten, meinen ältesten Freund verloren habe. Die„Erde bleibt mir uuu so verschaltet, wie sie jetzt um uns„steht. Es wird mir einmal hart fallen im Tode, wcuu ich„in meiner Finsternis mit der Hand hernmgrcife nach dir, und„im Fieber denke, das Sterben sei wieder verstellet wie das-„mal, und wenn ich sage: Heinrich, drücke mir wieder dieAu-„gen zu, ich kaun ohne dich uicht sterben." — Sic schwiegenin einem krampfhaften Umschlingen. Heinrich lispelte in seineBrust herab: „frage mich, was ich dir noch sagen soll, daun„soll mich Gott strafen, wenn ich nicht verstumme." Firmiaustotterte: „wirst du mich fortliebeu, und sehe ich dich bald„wieder?" „Spät (antwortete er); —- und ohne Anfhören„lieb' ich dich." Unter dem Abreisen hielt und bat ihn Fir-mian: „wir wollen uns nur noch einmal ansehen." Und siebogen sich mit den von den Strömen der Rührung zerrissenenAngesichtern aus einander, und blickten sich zum letztenmal an,als der Nachtwind, wie der Arm eines Stroms, sich mit demtiefen Flusse vereinigte, und beide in größcrn Wellen fortbrau-sten, und als das weite Gebirge der Schöpfung sich unter demtrüben Schimmer gebrochner Augen erschütterte. Aber Hein-rich entriß sich, machte eine Bewegung mit der Hand, gleich-sam als „alles sei aus" und nahm seine Flucht an der Anhöhehinunter.
Firmian wurd' ihm nach einiger Zeit, ohne cs zu wissen,vom Stachelrad des Schmerzes nachgestoßcn, und der vonBlutschraubcn taub gequetschte innere Mensch fühlte jetzo dieAbnahme seines Gliedes nicht. Beide eilten, obwol vonThä-lern und Bergen auscinandcrgeworfcn, denselben Weg. Sooft Heinrich einmal stand und zurücksah, so that Firmian bei-