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„sehn, das All nicht einmal gerechnet" — antwortete Leibgcbcr,durch den Sargschlüsscl seltsam anfgerührt, und trat vor denSpiegel und drückte mit dem Zeigfinger den Augapfel seit-wärts, so daß er in jenem sein Bild zweimal sehen mußte —„aber Du kannst freilich die dritte Person darin nicht sehen."— Doch fuhr er etwas aufgeweckter fort, um den damit we-nig erheiterten Freund zu entwölken, und sagte, ihn ansFenster führend: „drunten ans der Gasse Hab' ich's freilich,besser und viel größere Gesellschaft; ich setze meinen Zcig-„finger am Augapfel an: sofort liefer' ich von jedem, wer er„auch sei, den Zwilling und habe jeden Wirth so gut doppelt„wie seine Kreide. — Da geht kein Präsident in die Sitzung,„der seines Gleichen sucht, dem ich nicht seinen Urangutang„gäbe, und beide gehen vor mir töte n töte. —- Will ein„Genie einen Nachahmer, ich nehme meinen Schreib- und Zeig-„finger, und ein lebendiges Unc-8iwils ist auf der Stelle ge-„zeugt. — Neben jedem gelehrten Mitarbeiter arbeitet ein„Mitarbeiter mit, Adjunkten werden Adjunkte adjungirt, ein-zige Söhne in Duplikaten ausgefertigt; denn, wie du siehst,„ich trage meine plastische Natur, meinen Staubfaden, meinen„Bossirgriffcl bei mir, den Finger. — Und selten lass' ich„einen Solotänzer anders als mit vier Beinen springen, und„er muß als ein Paar in der Lust hangen; was ich aber„durch solches Gruppircn eines einzigen Kerls und seiner„Gliedmaßen gewinne, solltest du schätzen. — Schlage endlich„die gewonnene Volkmcnge an, wenn ich gar ganze Leichcn-„und andere Prozessionen zu Doppelgängern verdopple, jedes„Regiment um ein ganzes Regiment Flügelmänner verstärke,„die alles vor- und nachmachcn, denn, wie gesagt, ich habe„wie eine Heuschrecke den Legestachel bei mir, den Finger —
Jean Paul's ausgetv. Werke. IX. 21