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Heinrich nahm bald wahr, daß in der Brnst seines Freun-des viel Gewaltsames und Auslöscndes, vergangene und künf-tige Zeit, durch einander arbeite; er suchte daher alle „Na-jaden der Thränenwellen" zu versöhnen und zu besänftigen.„Alles ging göttlich und jedermann war gesund — sagte er„— jetzo bist du srei wie ich — die Ketten sind abgethan —„die Welt ist ausgemacht — da fahre nur recht frisch hinein„wie ich und hebe dein Leben ordentlich erst an." „Du hast„Recht, sagte Firmian, ich habe ein Wiedersehen wie nach„dem Tode, heiter und still, und warm steht der Himmel„über uns." Er hatte deshalb auch nicht den Muth, nachseinen Hinterbliebenen, besonders nach der Wittwe, zu fragen.Lcibgeber äußerte viele Freude, daß er ihn schon vier Post-stazionen vor Hof cingeholt und jagdbar gemacht; und cssei ihm dicß um so lieber, da er sich aus diese Weise nochrecht lange von ihm könne begleiten lassen, bevor sie in Hofaus einander müßten; welches letzte eigentlich das war, waser sagen und einschärscn wollte.
Jetzo fingen nun — um jeder wechselseitigen Rührungvorzubanen — seine Scherze über das Sterben an, die or-dentlich wie Meilcnzeigcr oder Steinbänke ans der Kunststraßebis Hof fortgingcn, und die wir alle ans dieser Reise mit-nehmcn müssen, wenn wir nicht nmkehren wollen. Er fragteihn, ob die Diäten zngelangt, die er ihm, wie die altenDeutschen und Römer und Acgyptcr ihren andern Todten,mitgcgcben — er gestand, Firmian müsse sehr fromm sehn,da er, als er kaum das Sterbliche ansgczogen, schon wiedervom Todten auferstanden sei; und er bestätige Lavaters Lehre,daß eS zwei Auferstehungen gebe, die frühere für die Frommen,die spätere für die Gottlosen. Er brachte ferner bei: „Du