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blieb ihm nichts gelassen als ein duldendes Herz, eine stummeLippe und weinende Augen.
Ach, war denn nicht jeder scheinbare Abschied ein wahrer;und als er seinen Heinrich und den Schulrath mit zitterndenHänden auf sein Herz herunter zog, wurde denn nicht dasletzte von der traurigen Gewißheit gedrückt, daß er den Rathmorgen und Heinrich in einer Woche auf ewig cinbüßc? Da-her war folgende Anrede bloße Wahrheit, aber eine trübe: „ach,„wir werden auseinander getrieben, in kurzer Zeit — o, die„menschlichen Arme sind morsche Bande und reißen so bald! —„Nur geh' es euch recht wohl und besser, als ich es je ver-diente: der chaotische Stcinhaufe euerer Lcbcnstagc rolle euch„nie unter die Füße und nie aus den Kopf, und die Felsen„und Klippen um euch überziehe ciu Frühling mit Grün und„Beeren! -— Gute Nacht ans ewig, geliebter Rath! — und„du mein Heinrich". . . Diesen riß er an seinen Mund undschwieg im Kuß und dachte an die Nähe der wahren Scheidung.
Aber er hätte durch diese Stacheln des Abschieds seinemHerzen keinen solchen fieberhaften Reiz crthcilcn sollen —> erhörte seine verdeckte Lcnette hinter seinem Bette weinen undsagte mit einem weiten Todcsriß im gefüllten Herzen: „komm,„meine thcurc Lcnette, komm zum Abschied!" und breitete wilddie Arme nach der unsichtbaren Geliebten aus. — Und siewankte hervor und sank hinein, bis an sein Herz — und er-blick) stumm unter zermalmenden Gefühlen — und endlich sagteer leise zur Bebenden: „Du Geduldige, du Getreue, du Ge-klagte! wie oft Hab' ich dir wchgethan! O Gott, wie oft!„Wirst du mir vergeben? Willst du mich vergessen? (ein„Krampf des Schmerzcns drängte die Erschütterte fester an„ihn.) Ja, ja, vergiß mich nur ganz; denn du warst ja nicht