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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Schwimmblase und leider oft seine aufsteigcndc hysterische Ku-gel ist, nicht größer, als sie ist; sondern mau richte über die-sen Natnrfchlcr darum gelinder, weil Heinrich schon an sovielen Sterbebetten solche geistliche tröreo terrlllles, solcheGalgenpatrcs stehen sehen, die ans das sieche, welke Herz nochSalz ausstrcuctcn, und weil er mit mir glaubte, daß der Re-ligion, unter allen Stunden des Menschen, feine letzte diegleichgültigste scyn müßte, da sic die unfruchtbarste ist, und

kein Same in ihr aufgeht, welcher Thatcn treibt.-

Während der kleinen Entfernung des höflichen Paarssagte Firmian:ich bin's satt, satt, satt ich mache nunkeinen Spaß mehr in 10 Minuten sag' ich meine letzteLüge und sterbe, und wollte Gott, cs wäre keine. Lasse keinLicht hcrcinsctzcn und hülle mich sogleich unter die Maske,denn ich sch' cs schon voraus, ich werde meine Augen nichtbeherrschen können, und unter der Larve kann ich sie dochweinen lassen, wie sie wollen o du mein Heinrich, meinGuter!" Das infusorische Chaos in Reuels Ermahnunghatte doch den müden Figuranten und Mimiker des Todesernst und weich gemacht. Heinrich nahm aus seiner, lie-bender Sorge ihm alle Lügcnrollcn willig ab und machtesic selber; und rief daher ängstlich und laut, als das Paarin die Stube trat:Firmian, wie ist dir?"Besser (sagtedieser; aber mit einer gerührten Stimme) in der Erden-nacht glimmen Sterne an, ach ich bin an den Schmutz ge-knüpft, und ich kann nicht hinauf zu ihnen o das Uferdes schönen Frühlings ist steil, und wir schwimmen auf demtodtcn Meer des Lebens so nahe am Ufer, aber die Eintag-fliege hat noch keine Flügel." Der Tod, diese erhabeneAbcndröthc unscrs Thomastagcs, dieses hcrübcrgcsprochene