„denn ohne Weiteres zum letzten kodizillarischen Willen„geschritten werden."
Letzter Wille des Armcnadvokatcn Siebenkäs.
„Endesuntcrschricbcner, der mit andern Augustäpfeln„jetzo gelbt und absället, will, so nahe am Tode, der die„körperliche Leibeigenschaft des Geistes aufhebt, noch einige„frohe Rück- und Seitenpas und Großvatcrtänze machen, drei„Minuten vor dem Basler Todtentanz."
Der Landschreiber hielt innen und fragte staunend: „mehr„und dergleichen bring' ich zu Papier?"
„Zuerst will und verordn' ich Firmian Siebenkäs, alias„Heinrich Leibgeber, daß H. Heimlicher von Blaise, mein„Tutor, die 1200 fl. rhnl. Vormnndschaftgelder, die er mir,„feinem Pupillen, gottlos abgclängnct, binnen Jahr und Tag„an meinen Freund, H. Leibgcbcr, Inspektor in Vaduz*),„einhändigen solle und wolle, der sie nachher meiner lieben„Frau wieder treulich übermachcn wird. Weigert H. v. Blaise„sich dessen, so heb' ich hier die Schwnrfinger auf und leiste„ans dem Todtenbettc den Eid ab: daß ich ihn nach meinem„Ableben überall, nicht gerichtlich, sondern geistig Verfolge»„und erschrecken werde, cS sei nun, daß ich ihm als der Ten-„fel erscheine, oder als ein langer weißer Mann, oder blos
Das ist er selber. Er will darum seine Verlaffenschaft ansich, und nicht an seine Frau auSgchändigt haben, um esgenauer zu wissen, da sic vielleicht während dieses Terminskönnte reich gcheirathct haben; auch erfährt er so den Fall desUnterlasscns leichter, und kann also die Drohung erfüllen,die er sogleich ausstoßcn wird.