Druckschrift 
9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
277
Einzelbild herunterladen
 

277

gen, welche ich will, wie wan's in Athen durste*); aber ichwill jetzo schon ein Testament eröffnen, eh' ich das zweitemache, oder vielmehr das Kodizill des ersten. Meine sämmt-lichen Schreibereien soll mein Freund Leibgebcr cinpackcn undbehalten, sobald ich selber cingcpackct bin ins letzte Couvertmit Adresse. Ferner will und verordne ich, daß man sichnicht weigere da ich die dänischen Könige, die alten öster-reichischen Herzoge und die vornehmen Spanier vor mirhabe, wovon sich die ersten in ihrer Rüstung, die zweitenin Löwenfellcn, die dritten in elenden Kapuzinerbälgen bei-setzen lassen> man soll sich nicht weigern, sag' ich, michins Beet der andern Welt mit der alten Hülse und Schotezu stecken, worin ich in der ersten grünte; kurz, so wie ichhier bin und testire. Diese Verordnung nöthigt mich, diedritte zu machen, daß man die Todtenfrau bezahle, aber sogleichsortweisc, weil ich in meinem ganzen Leben zwei Weibern auf-fallend gram geblieben, der einen, die »ns herein-, und der an-dcrn, die uns hinanSspnlct, obwol in einem größer» Badezuberabschcucrt, als jene: der Hebamme und der Todtenfrau; sie sollmit keinem Finger an mich tippen, und überhaupt gar niemand,als mein Heinrich da." Sein Groll gegen diese Diener-schaft des Lebens und des Todes kann, wie ich vermuthe, ausdemselben Anlaß fließen, wie der mcinigc: nämlich aus demherrischen und sportelsnchtigcn Regiment, womit uns diesebeiden Pflanzcrinncn und Konviktoristinnen der Wiege und

') Drei solche Dinge durfte in Athen jeder Vcrurthciltc öffent-lich sagen, nach Casaubon in seiner XVI. lllxsrc. gegenLaroii. Xnnal., der's wieder aus dem Suidas haben will-