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bestelle». Dieses erste Viertel, das die Todtenglocke zurSterbestunde schlug, drückte einen schweren scharfen Glocken-bammer in Lcncttens Herz hinein, aus dem der warme Stromder alten Liebe in bitter» Zähren brach. Firmian konntedieses trostlose Weinen nicht anschen; er streckte verlangenddie Arme ans, und die Gepeinigte legte sich sanft und ge-horsam zwischen sie an seine Brust, und nun vereinigte dieheißeste Liebe ihre doppelten Thränen, ihre Seufzer und ihreHerzen, und sic ruhten, obwol an lauter Wunden, glücklichan einander, in so geringer Entfernung vom Gränzhügel derTrennung.
Er that es daher der Armen zu Liebe und besserte sichzusehends; auch war diese Herstellung Vonnöthen, um die guteLaune zu erklären, womit er seinen letzten Willen besorgte.Lcibgebcr gab seine Freude zu erkennen, daß der Pazient wie-der im Stande war, auf der Serviette des Deckbettes zuspeisen und eine tiefe Krankcnsnppen-Schüfsel, wie einen Weiher,völlig abznzichcn. „Die lustige Laune — sagte Lcibgebcr„zum Pelzstiefel — die sich beim Kranken wieder eiustellet,„gibt mir große Hoffnungen; die Suppe aber fristet er offen-bar nur der Frau zu Liebe hinein." — Niemand log sogern und so oft aus Satire und Humor, als Lcibgebcr; undniemand feindete ernste Unredlichkeit und Verschlagenheit un-duldsamer an, als er; er konnte lOOO Scherzlügcn und keine2 Nothlügcn Vorbringen; bei jenen standen ihm alle täuschendeMienen und Wendungen zu Gebote, bei diesen keine.
Vormittags wurden der Schnlrath und der HausherrMcrbitzer aus Bette vorgcsordcrt: „meine Herren, fing der„Kranke an, ich gedenke Nachmittags meinen letzten Willen zu„haben und ans dem Richtplatz der Natur drei Dinge zu sa-