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„Ach, ich habe, wie David, das elende Auslesen unter Thcu-„rung, Krieg und Pest, und keine Wahl als seine. — Du,„lieber Bruder, du bist mein Kain und richtest mich hin, und„glaubst auch so wenig wie er von der Welt, in die du mich„schickst*). Wahrlich, eh' du mir das Tcmpcrirpulvcr vor-geschriebe», das mich zu reden nöthigtc, wünscht' ich in mei-„ncr stummen Düsterheit, aus Spaß würde Ernst. Einmal„muß ich hindurch, durchs Thor unter der Erde, das in die„umbauete Festung der Zukunft führt, wo man sicher ist. O,„guter Heinrich, das Sterben schmerzet nicht, aber das„Scheiden, das von wertsten Seelen mein' ich." — Hein-rich versetzte: „gegen diesen letzten Bajouctstich des Lebens„hält uns die Natur ein breites Achilles-Schild vor: man„wird auf dem Todtenbcttc früher moralisch- als physisch-kalt,„eine sonderbare hofmännischc Gleichgültigkeit gegen alle, von„denen wir zu scheiden haben, kriecht frostig durch die ster-benden Nerven. Vernünftige Zuschauer sagen nachher: seht,
„so verzichtend und vertrauend stirbt nur ein Christ!--
„Lass' es, guter Firmian; die Paar schlimmen, heißen Mi-nuten, die du bis morgen auszuhalten hast, sind ein hübsches„warmes Aachuer Bad für den kranken Geist, das freilich„verdammt nach faulen Eiern riecht; nach einiger Zeit aber,„wenn das Bad erkaltet ist, riecht es wie das Aachncr nach„nichts."
*) Die Nabbinen behaupten nämlich, Kain habe seinenBruder erschlagen, weil dieser ihn widerlegen wollte, daer (Kain) die Unsterblichkeit der Seele re. bestritt. Alsoder erste Mord war ein Autodafee, und der erste Krieg einRellgionkrieg.