Druckschrift 
9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
266
Einzelbild herunterladen
 

266

Aber dieseSmal brachten die entdeckten Jrrthüiner nichtFrieden wie sonst, sondern das erneuerte Gebot der Trennung.Zwar traten ihm Thränen in die Augen, und er reichte ihrdie Hand und sagte:vergib znm letztenmal! Im Augustziehen ohnehin die Gewitter heim;" aber er konnte kei-nen Kuß der Versöhnung anbicten oder annehmcn. Unwider-ruflich sprach sein neuester Abfall von den wärmsten Ent-schlüssen der Duldung die Weite ihrer inncrn Trennung ans.Was hilft Einsehen der Irrungen bei dem Bestehen ihrerQuellen? Was half' es, dem Meere ein Paar Flüsse abschnci-den, wenn ihm die Wolken und die Wogen bleiben? DieRcal-Jnjnrie gegen den Haubcnkopf schmerzte in seiner Brust ammeisten nach; er wurde für ihn ein Gorgoncnkopf, der immerdrohte und rächte.

Er suchte nun seinen Freund wie mit neuer Liebeweiler für ihn geduldet so mit neuem Eifer auf, um den Sterbe-plan mit ihm abzuredcn.An welcher gefährlichen Krankheit

fing Heinrich die medizinische Berathschlagung an ge-denkst du am liebsten deinen Geist anfzugebcn? Wir habendie besten, tödlichsten Zufälle vor uns. Verlangst du eineLuftröhrcncntzündung oder eine Darmentzündung oderein entzündetes Zäpfchen- oder ist dir mehr mit Hirnwuthgedient oder mit Stickkatarrh^ oder ist dir Bräune, Kolikund der Teufel und seine Großmutter lieber? Auch habenwir die nöthigsten Miasmen und ansteckenden Materien beider Hand, die wir brauchen und wenn wir den August,

Gesichtern und, wenn du nach Hause kommst, an noch meh-ren Bücher», ein innigeres sittliches und ästhetisches Miß-fallen empfinden als sonst.