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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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den Erntemonat der Schnitter nnd Aerzte, als Gistpnlverdazu mischen: so überstellest du es nicht." Er versetzte:Du hast wie der Meister-Bettler *) alle Schäden seil, Blind-heit und Lähmung und alles. Ich für meine Person binein Freund von dem Schlagfluß, diesem volei subito, dieserExtrapost und Jagdtaufe des Todes ich habe aller pro-zessualischen Weitläustigkeiten satt." Lcibgeber merkte an:der ist wol das 8»m>nnrissimum des Todes inzwilchenmüssen wir, nach den besten Pathologien, die ich kenne, unszu einem dreifachen Schlagflufi entschließen. Wir könnenuns hier nicht nach der Natur, sondern nach dem mcdiziui-schcn Grundgesetz richten, daß der Tod allezeit einen Terzia-wechscl vorausschicke, ehe sie einen dort akzeptiren und Hono-raren, oder einen dreimaligen Hammerschlag des Vcrstcigcrns.Ich weiß, die Aerzte lassen nicht mit sich reden: nimm dendreifachen Schlag!" Aber Siebenkäs sagte komisch-heftig:beim Henker! wenn mich der Schlagfluß zweimal recht trifft:was kann ein Arzt mehr fordern? Nur kann ich vor dreioder vier Tagen nicht erkranken, ich muß auf einen wohlfei-lern Sarg-Baumeister warten." Die Sarg-Baute hausiretbekanntlich unter den Tischlern herum, wie ein Rcihcschank.Man muß nun einem solchen Schiffzimmermann der letztenArche zahlen, was er fordert, weil der Nachlaß eines Verstorb-nen der Leichen-Regie, den Akzisoffiziantcn des Todes, wieder Pallast eines verstorbnen Doge und Pabstcs, zum Plün-dern stets muß Preis gegeben werden.

*) Ein Bettler in England, der eine Bude voll Krücken, Augcn-pflaster, falscher Beine re. besitzt, die jeder haben muß, derlahm, blind, hinkend sehn will. Britt. Annal. 1. B.