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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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auch noch so stark die versilbernde und blühende Phantasieder Baircuther herausstreicht."

Himmel! wie tief ihm der Blitz jetzt in zwei JrrgängeLcncttcns hinein leuchtete und ibm ihre unschuldige Verwechs-lung der Phantasie mit bantaisio, wovon ich schon gesprochen,sehen ließ und dann seine eigne Verwechslung ihres Ekels mitihrem Hasse. Letztes war nämlich so: Da ihr weibliches Rein-lichhalten und ihr Putzen sich leichter den Katzen anschloß alsden Hunden, welche beides und die Katzen selber nicht achten:so war ihr Lcibgebcrs Hand, wenn gerade des SaufindcrsZunge darauf gewesen, eine Esau's Hand voll Chiragra undeine Daumenschraube für die ihrige der Ekel litt kein Be-rühren und Heinrichs Mund vollends war, und wäre derHund vor zehn Tagen daran mit seinem gesprungen, das größteSchrcckbild, welches nur der Abscheu für ihre Lippen hin-stcllen konnte; sogar die Zeit galt ihr für keine Lippcn-pomade. *)

*) Nichts ist unvernünftiger, unbezwinglichcr und unerklärlicherals der Ekel, dieser widersinnige Bund des Willens mitder Magcnhaut. Cicero sagt: der Schamhafte bringt nichtgern den Namen der Schamhaftigkeit dieses transzen-denten Ekels auf die Zunge, und so geht der Ekle mitdem Ekel um, besonders da körperliche und moralische Rein-heit Nachbarinnen sind, wie der reinliche und keusche Swiftan sich zeigt. Sogar der körperliche Ekel, dessen Stoffmehr ein phantastischer als physischer ist, nimmt mehr dassittliche Gefühl in Anspruch, als man denkt. Gehe miteinem Magen, der Unverdautes oder Brcchwein bei sichhat, über die Gaffe: so wirst du an zwanzig Herzen und