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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Endlich, als die Eisschollen von schroffen Wolken in einengranen Schaum sich aufgclöset hatten, und als die untergchendeSonne, wie eine Tcichdockc aus diesem Hangenden Weihergezogen war, und es mithin tröpfelte, da erschien Kuh-schnappel. Mißlautc, uneinige Gefühle erzitterten in ihm.Der spießbürgerliche Marktflecken erschien ihm, im Abstich mitsrcicrn Menschen, so znsammcngcknüllet, so kanzleistylig mitLeber- und Magcnrcimcn, so voll Troglodytcn daß er seingrünes Gitterbette am lichten, Hellen Tage auf den Markthätte walzen und darin unter lauter vornehmen Fensternschlafen können, lohne etwas nach dem Groß- und Kleinen-Rath darhinter zu fragen. Je näher er dem Theater seinesSterbens kam, desto schwerer kam ihm diese erste und vorletzteRolle vor; an fremden Orten wagt, zu Hause zagt man. Auchfraß ihn der Hüttenrauch und Schwaden an, der allein unsalle so sehr drückt, daß selten einer den Kopf ganz emporhebt,über den Schwaden heraus. Im Menschen nistet nämlich einverdammter Hang zu stillesitzcnder Gemächlichkeit, er lässctsich wie ein großer Hund lieber tausendmal stechen und necken,eh' er sich die Mühe nimmt, auszuspringcn, anstatt zu knurren.Ist er freilich nur einmal ans den Beinen, so legt er sichschwer die erste heroische That kostet, wie (nach Rousseau)der erste gewonnene Thalcr, mehr als tausend neue hinterdrein.Unfern Siebenkäs stach auf dem Polster der Häuslichkeit,zumal unter dem tropfenden Gcwölke, die Aussicht aus dielange, beschwerliche, gefährliche Finanz- und chirurgische Opc-razion eines theatralischen Sterbens.

Aber je näher er dem Rabcnstcin, diesem Mänsethurmseines vorigen engen Lebens, trat, desto schneller und grellerlöscten in seiner bangen Brust die Gefühle seiner vorigen Herz-