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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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lebendigere Art, als auf diese, Abschied genommen haben;aber das lange Trennen von meiner brittischcn Freundin istnoch nicht vorüber, und ich habe jetzt ihre Wünsche, wie vor-her meine, zu bekämpfen, um mich in meine bürgerliche Ein-samkeit zu begraben oder vielmehr zu flüchten. Mit Freudenund Schmerzen hat mich der schöne Frühling verwundet; dochbleibt mein Herz wie Cramners seines wenn ich so fremdvergleichen darf> in der Asche des Restes ans dem Schei-terhaufen einsam-unversehrt für meine Geliebten. AberIhnen geh' cs wohl, wohl! Und besser, als es mir, einemWeibe, je gehen kann. Ihnen kann das Geschick nicht vielnehmen, ja nicht einmal geben; auf allen Wasserfällen liegenIhnen lachende ewige Regenbogen; aber die Regenwolken desweiblichen Herzens färben sich spät, und erst wenn sie langegetropft, mit dem wehmüthigen heitern Bogen, den die Er-innerung an ihnen erleuchtet. Ihr Freund ist gewiß nochbei Ihnen? Drücken Sie ihn feurig an Ihr Herz undsagen ihm, alles, was ihm Ihres wünscht und gibt, wünschtmeines ihm; und nie wird er und sein Geliebter von mirvergessen. Ewig

Ihre Natalie."

Firmian hatte sich unter der Vorlesung mit dem gegenden Abendhimmel gekehrten Gesicht voll Thräncn auf dasFenster gestützt. Heinrich griff mit freundschaftlicher Feinheitseiner Antwort vor und sagte, ihn ansehcnd:Ja, diese Na-talie ist wirklich gut und tausendmal besser als tausend an-dere, aber ich lasse mich rädern von ihrem eignen Wagen,pass' ich ihr nicht morgen um 4 Uhr auf, und setze michdicht neben sie: wahrlich! Ich muß ihre Ohren fassen und