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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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grüne Rosenstöckchen ein, das unaufgcblüht von Nataliens Her-zen an seines verpflanzt worden. Und wie viel hatt' erdoch! Von Natalie ein Vergißmeinnicht seines ganzen Lebens das geschenkte scidne war nnr die Rinde des immer blü-henden; einen Seclenfrühling, den er endlich nach so vielenFrühlingen erlebt, den, zum erstenmalc von einem weiblichenWesen so geliebt zu werden, wie ihm hundert Träume undDichter an andern vorgemalt. Aus der alten papiernenRumpelkammer der Akten und Bücher auf einmal den Schrittin die frischgrüne blumenvolle Schäferwelt der Liebe zu thun,zum crstenmale eine solche Liebe nicht nur zu erhalten, sondernauch einen solchen Scheide-Kuß wie eine Sonne in ein gan-zes Leben mitzunehmen und mit ihm es durchzuwärmcndieß war Seligkeit für einen Kreuzträger der Vergangenheit! Nochdazu könnt' er ganz hingegcbcn sich von den schonen Wellendieses Paradicsesflusses ziehen und treiben lassen, da er Nata-lien nicht zu besitzen, nicht einmal zu sehen vermochte. InLcnetten hatt' er keine Natalie geliebt, wie in dieser keine Lc-nettc; seine eheliche Liebe war ein prosaischer Sommcrtag derErnte und Schwüle, und die jetzige eine poetische Lenznachtmit Blüten und Sternen, und seine neue Welt war dem Na-men ihrer Schöpfung-Stätte, der b'uutuisie, ähnlich. Er ver-barg sich nicht, daß er da er Natalien vorzustcrben sichcntichiedcn in ihr ja nur eine Abgeschiedene liebe als einAbgeschiedener; ja als ein noch Lebender eigentlich nur einefür ihn schon verklärte Vergangene > und er that frei dieFrage an sich, ob er nicht diese in die Vergangenheit gerückteNatalie jo gut und so feurig lieben dürfe, als irgend einelängst in eine noch fernere Vergangenheit geflogene, die He-losse eines Abälards oder eines St. Preux, oder eine Dichters